Hans Kelsen

Hans Kelsen

Hans Kelsen (* 11. Oktober 1881 in Prag, Böhmen, Österreich-Ungarn; † 19. April 1973 in Orinda bei Berkeley, USA) gilt als einer der bedeutendsten Rechtswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er erbrachte insbesondere im Staatsrecht, im Völkerrecht sowie als Rechtstheoretiker herausragende Beiträge. Kelsen gilt als Architekt der österreichischen Bundesverfassung von 1920, die großteils bis heute Gültigkeit hat.

Kelsen stammte aus einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Prag, die bald nach Wien zog. Hier studierte er an der Universität Rechtswissenschaft. 1911 habilitierte er sich in Staatsrecht und Rechtsphilosophie. Nach der Ausrufung der Republik Österreich wurde Kelsen zu einem Berater in Verfassungsfragen. Er war dann einer der Autoren des Bundes-Verfassungsgesetzes von 1920.

1930 wechselte Kelsen an die Kölner Universtität. 1933 wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten entlassen. Er ging deswegen nach Genf und wurde zugleich 1936 an die deutsche Prager Universität berufen. Dies löste gewalttätige Proteste völkischer und nationalsozialistischer Studenten aus. 1940 ging er nach Harvard und von dort 1942 nach Berkeley. Er starb 1973 an einem Herzstillstand.

Procházka vznikla v rámci projektu „Democracy on the Brink. Historical lessons from the late 1930s“, jenž je součástí programu Europe for Citizens financovaného Evropskou unií.

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