Wenzel Jaksch

Wenzel Jaksch

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In der heutigen Heřmanova-Straße in Prag-Holešovice lebte von 1925 bis 1939 Wenzel Jaksch (1896-1966), der in Südböhmen geborene Maurer, der in Wien mit der Arbeiterbewegung in Berührung gekommen war, der sich nach dem Ersten Weltkrieg als Journalist für verschiedene sozialdemokratische Zeitungen verdingte und der ab 1929 dem tschechoslowakischen Parlament angehörte.

Bei der Besetzung Prags durch die Wehrmacht flüchtete Wenzel Jaksch in die Britische Botschaft auf der Kleinseite, verbrachte hier einige Nächte auf einer Couch und entkam der aufmerksamen Gestapo als Handwerker verkleidet. Auf Skier überwand er die Berge nach Polen, ging von hier ins schwedische Exil, um dann später das Zentrum der sudetendeutschen sozialdemokratischen Exilorganisation in London aufzubauen. In London wurde er zu einem entschiedenen Gegner der Pläne des tschechoslowakischen Exil-Präsidenten Edvard Beneš zur Aussiedlung der Sudetendeutschen nach dem Krieg.

Nach 1949 lebte Jaksch in der Bundesrepublik Deutschland, saß für die SPD im Deutschen Bundestag, engagierte sich in Vertriebenenverbänden und war einer Väter der Neuen Deutschen Ostpolitik unter Willy Brandt.

Wenzel Jaksch je dodnes významnou součástí československých dějin 20. století. Se sportem však bývá spojován spíše výjimečně. Jaksch přitom roku 1927 doprovázel jako novinář fotbalové národní mužstvo Československa na zápase v Mnichově. Bylo to však tak trochu jiné mezistátní utkání. Tenkrát proti sobě nastoupilo německé dělnické národní mužstvo a výběr sudetoněmeckého Dělnického, tělocvičného a sportovního svazu ATUS (Arbeiter- Turn- und Sportverband), který v mezinárodních kruzích dělnického sportu figuroval jako „tým Československo“.

Relativ zurückhaltend berichtet vom überraschenden Sieg der Tschechoslowakei, umso mehr beschreibt er die Stadt München, die dem Politiker Jaksch wohl wichtiger war als das Arbeiterländerspiel Deutschland – Tschechoslowakei. .

Autor: Thomas Oellermann

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