Nicholas Winton war nicht allein: Retter 1938 - 1939

  1. Home
  2. Nicholas Winton war nicht allein: Retter 1938 - 1939
Filter
Filter × Close

Masarykovo nádraží

Mit dem Münchener Abkommen vom 30. September 1938 wurden die deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslowakei an das nationalsozialistische Deutschland angeschlossen. Vielen Sozialdemokraten und Kommunisten, die sich gegen die Nationalsozialisten gestellt hatten, blieb nur die Flucht ins tschechische Inland. Sie flohen wie viele Juden und Tschechen zumeist nach Prag. Ihnen allen war bewusst, dass sie in Prag nicht lange in Sicherheit sein würden. Dass Hitler diesen tschechoslowakischen Reststaat über kurz oder lang ebenfalls in das deutsche Herrschaftsgebiet einverleiben würde, schien für alle zu einer lebensbedrohlichen Tatsache zu werden.

Location: Masarykovo nádraží, Havlíčkova, Nové Město, Česko

die Straße Slezská

Um die Erlangung von Visa für diese sudetendeutschen Flüchtlinge bemühte sich vor allem die Britin Doreen Warriner, die von ihrem Büro auf der Slezská-Straße versuchte, die Weiterreise zu organisieren. Wenige Tage nach dem Einmarsch deutscher Truppen am 15. März 1939 wurde das Büro Warriners, das von der DSAP eingerichtet worden war, von der Gestapo durchsucht und der Inhalt beschlagnahmt, wobei auch die Pässe der Flüchtlinge konfisziert wurden.

Location: Slezská 11, Vinohrady, Česko

Hauptbahnhof

Infolge des Münchener Abkommens flohen viele sudetendeutsche Gegner des Nationalsozialismus, Sozialdemokraten wie Kommunisten, Tschechen und Juden aus den Grenzgebieten der Tschechoslowakei in das sichere Inland, hauptsächlich nach Prag. Den sudetendeutschen Sozialdemokraten war klar, dass die Nationalsozialisten über kurz oder lang auch nach Prag kommen würden. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe britischer Helfer die Ausreise in sichere Zielländer organisiert. Es waren dies vor allem Schweden, Großbritannien (mit späterer Weiterreise nach Kanada), Norwegen und Belgien.

Location: Praha Hlavní Nádraží, Wilsonova, Vinohrady, Česko

Ve Smečkách

Infolge des Münchener Abkommens flohen viele sudetendeutsche Gegner des Nationalsozialismus, Sozialdemokraten wie Kommunisten, Tschechen und Juden aus den Grenzgebieten der Tschechoslowakei in das sichere Inland, hauptsächlich nach Prag. Den sudetendeutschen Sozialdemokraten war klar, dass die Nationalsozialisten über kurz oder lang auch nach Prag kommen würden. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe britischer Helfer die Ausreise in sichere Zielländer organisiert. Es waren dies vor allem Schweden, Großbritannien (mit späterer Weiterreise nach Kanada), Norwegen und Belgien.

Location: Ve Smečkách 27, Nové Město, Česko

Kamzíková Straße

Marie Schmolková wurde 1893 in eine Prager jüdische Familie geboren. 1924 reiste sie nach Palästina und wurde Zionistin. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 half Schmolková deutschen Juden, Antifaschisten und anderen Gegnern des Nationalsozialismus. 1936 wurde sie zur Vorsitzenden des Dachverbandes aller tschechoslowakischen Flüchtlingshilfsorganisationen. Im selben Jahr nahm sie an der ergebnislosen Flüchtlingskonferenz von Évian teil. Auf ihre Bitte hin kamen britische Freiwillige ins Land, um den Flüchtlingen zu helfen. Unter diesen waren Nicholas Winton und Doreen Warriner. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Prag am 15. März 1939 wurde die überzeugte Sozialdemokratin Schmolková verhaftet. Nach einigen Monaten Haft wurde sie freigelassen. Sie ging nach Paris und bei Kriegsbeginn nach London. Sie starb im März 1940 an einem Herzinfarkt.

Location: Kamzíková, Staré Město, Česko

Die GrossBritanien Botschaft in Prag

Durch die Besetzung des Sudetenlandes im Jahr 1938 durch die Nazis waren viele Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten gezwungen, ins restliche Boehmen zu fliehen. Als sich die Flüchtlingssituation in Prag und Umland stark zuspitzte, kamen Quäker zu Hilfe, um das Leid der Menschen zu lindern und ihnen bei einer weiteren Flucht über den Danziger Korridor in den Westen zu helfen. Zwei von ihnen, die Cousinen Tessa und Jean Rowntree, waren von Anfang an dabei und halfen bei der Organisation der Transporte, z.B. den Formalitäten und Listenerstellung für die britische Botschaft, und der direkten Versorgung der notdürftigen Flüchtlinge. Die Rolle der religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker) als Flüchtlingshelfer ist in der heutigen tschechischen Gesellschaft weitestgehend unbekannt. In den letzten Jahren ist in Prag wieder ein Andachtsort der Quäker mit regelmässigen Treffen entstanden. 

Location: Thunovská 180/14, Malá Strana, 118 00 Praha, Česko

Hotel U Hvězdy

Infolge des Münchener Abkommens flohen viele sudetendeutsche Gegner des Nationalsozialismus, Sozialdemokraten wie Kommunisten, Tschechen und Juden aus den Grenzgebieten der Tschechoslowakei in das sichere Inland, hauptsächlich nach Prag. Den sudetendeutschen Sozialdemokraten war klar, dass die Nationalsozialisten über kurz oder lang auch nach Prag kommen würden. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe britischer Helfer die Ausreise in sichere Zielländer organisiert. Es waren dies vor allem Schweden, Großbritannien (mit späterer Weiterreise nach Kanada), Norwegen und Belgien.

Location: Bělohorská 151/259, 169 00 Praha 6-Břevnov, Česko
de_DE
cs_CZ en_GB pl_PL de_DE