Warschau

Über das Projekt

Geteiltes Prag stört den Blick auf Prag als eine Stadt einer einzigen Nation. Prag wird als Stadt vorgestellt, in der deutsch und tschechisch sprechende Prager und Pragerinnen zusammenlebten, deren oft fragile Identitäten sich nicht nur durch den Raum voneinander abgrenzten, sondern auch durch Sprache, Zeit, politischen Kontext, Vorurteile und Stereotypen.

Wo sich diese Grenzen des Gemeinsamen und Trennenden im alltäglichen Leben der Stadt befanden, wie beweglich sie waren und wie sie sich in Folge des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust verschärften, bringen die Erinnerungskarte und die kommentierten Rundgänge durch Prag näher. Jedoch war die Stadt auch nach dem Zweiten Weltkrieg keine starre Stadt mit einer homogenen Gesellschaft. Nach der Vertreibung der Deutschen kamen neue Bewohner nach Prag. Unter ihnen waren auch Roma aus der Slowakei.

Das Projekt ist eine offene Plattform. Es sind daran Fachleute, Studierende und Schüler aus Tschechien und dem Ausland beteiligt. Auf der Grundlage von Gesprächen mit ZeitzeugInnen sowie Forschung in Archiven mit schriftlichen und audiovisuellen Dokumenten setzen sie gemeinsam ein historisches Mosaik des multikulturellen Zusammenlebens in der Stadt zusammen. Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Partnern aus Wien (Vienna Project), Berlin (Rejs e. V.), München (Adalbert Stifter Verein e. V.), Bratislava (Nadácia Milana Šimečku) und Warschau (Stowarzyszenie „Pracownia Etnograficzna“) gibt Einblicke in die breiteren Zusammenhänge der Stadtgeschichte.

upcoming
events